Hands-on auf der Capanna Borgna – Schaufeln, Schweiss und hausgemachte Gnocchi
Unser diesjähriges Hands-on-Projekt auf der Capanna Borgna oberhalb des Verzascatals begann bereits am Freitagmorgen. Markus Haas und Jürg Rüfenacht machten sich um 8 Uhr auf den Weg zu Felix ins Tessin. Die zweite Welle mit Denise, Simona, Thomas Käufeler, Thomas Schmid, Michi Käppeli und Matthias
...
Unser diesjähriges Hands-on-Projekt auf der Capanna Borgna oberhalb des Verzascatals begann bereits am Freitagmorgen. Markus Haas und Jürg Rüfenacht machten sich um 8 Uhr auf den Weg zu Felix ins Tessin. Die zweite Welle mit Denise, Simona, Thomas Käufeler, Thomas Schmid, Michi Käppeli und Matthias Hösli bestieg pünktlich um 13.08 Uhr in Baden den Zug. Da körperliche Arbeit bekanntlich eine solide Vorbereitung verlangt, wurde zwischen Zürich und Bellinzona erst einmal ein Apéro durchgeführt. Simona hatte Wein, Taralli und Käse dabei, Denise sorgte für feine Mini-Sandwiches und Matthias steuerte Bier bei. Entsprechend kurzweilig verlief die Zugfahrt. In Tenero war die Truppe komplett und wurde von Christian Mozzetti in Empfang genommen. Nach der Autofahrt bis Monti della Gana wartete bereits das nächste Highlight: der Helikopterflug zur Hütte. So reist man schliesslich nicht jeden Tag zur Arbeit. Oben angekommen wurden wir von Vorstandsmitgliedern der Società escursionistica verzaschese und deren Freunden herzlich empfangen. Nach einem gemütlichen Apéro stärkten wir uns mit Risotto und Luganighe für den bevorstehenden Arbeitseinsatz. Der Samstag begann um 7 Uhr mit Frühturnen unter der Leitung von Denise. Wer gehofft hatte, dies sei der sportliche Höhepunkt des Tages gewesen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Nach dem Frühstück ging es mit Schaufeln, Pickeln, Rechen, Schubkarren und sogar einem Bagger den Umgebungsarbeiten an den Kragen. Die Arbeit war schweisstreibend, doch auf knapp 2000 Metern über Meer blieb die grosse Hitze glücklicherweise im Tal zurück. Zur Mittagszeit wurden wir mit frischen Gnocchi und einem feinen Randen-Mais-Salat belohnt. Ein besonderes Highlight war Luciano. Der 78-Jährige zeigte uns nicht nur, wie man Steine fachgerecht spaltet, sondern erzählte auch spannende Geschichten über die traditionellen Rustici und deren Bauweise in den verschiedenen Tessiner Tälern. Eine grossartige Persönlichkeit. Für zusätzliche Heiterkeit sorgte bereits der Apéro am Freitagabend: Felix hatte extra Bier mit dem Helikopter zur Hütte hochfliegen lassen. Leider stellte sich heraus, dass er versehentlich alkoholfreies Bier erwischt hatte. Der Stimmung tat dies allerdings keinen Abbruch. Als dann am Samstag die Nachricht von seinem frischgeborenen Enkelkind eintraf, wurde selbstverständlich mit feinem Wein auf den neuen Erdenbürger angestossen. Am Nachmittag wurde weiter geschaufelt, geräumt und gebaut, bis Denise und Simona uns um 15.30 Uhr verliessen. Der Rest der Mannschaft hielt tapfer durch. Den krönenden Abschluss bildete ein feines Nachtessen mit Polenta e Spezzatino – genau das Richtige nach einem arbeitsreichen Tag in den Bergen. Am Sonntag machten sich schliesslich auch die letzten Helfer zu Fuss auf den Rückweg Richtung Autos und anschliessend nach Hause. Zurück blieben einige bewegte Kubikmeter Erde, viele schöne Erinnerungen, ein paar müde Muskeln und die Gewissheit, gemeinsam etwas Sinnvolles geleistet zu haben.